Dreiflüsse-Trachtengau Passau

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Gaufest des Dreiflüsse-Trachtengaues war kein „Dinner for one“

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„Heute feiern wir kein „Dinner for one“!“ Mit dieser Anspielung auf den weltberühmten Sketch begann Trachtenpfarrer Josef Tiefenböck den Festgottesdienst beim Gautrachtenfest des Dreiflüsse-Trachtengaues Passau. Zwei Tage lang trafen sich die Trachtler zwischen Bayrischem Wald und Inntal zum Gaufest in Salzweg, bei dem der Trachtenverein Salzweg auch sein 90-jähriges Gründungsjubiläum mit Fahnenweihe feierte.

 

Ein Fahnenblock aus rund 50 Fahnen führte den Kirchenzug zur Wiese hinter dem Vereinsheim der Salzweger Trachtler an, auf der der Festgottesdienst unter weiß-blauem Himmel und mit der Kulisse des Bayrischen Waldes im Hintergrund gefeiert wurde. Trachtenpfarrer Josef Tiefenböck brachte den rund 1600 Trachtlern in seiner beeindruckenden Predigt den Begriff „TRACHT“ näher. Denn die einzelnen Buchstaben stehen für die Tradition, die die Trachtler pflegen, die Region, in der wir leben, die Achtung voreinander, den Charakter, mit dem jeder zur Heimat steht, der Heimat, in der die Trachtenvereine zu Hause sind und der Tatkraft der Trachtler.

 

So ist die Tracht nicht nur ein Zeichen der Zugehörigkeit, so Tiefenböck, sondern auch ein Zeichen für die Zusammengehörig, von G‘wand, Glaube und Pflege von Brauchtum und Tradition. Diese Werte soll auch die neue Fahne der Salzweger Trachtler verkörpern, die von Ortspfarrer Alexander Aulinger beim Festgottesdienst gesegnet wurde. „Unter ihr können sich die Menschen wie unter einem Kreuz versammeln, weil der Herrgott dabei Kraft gebe“, so der Trachtenpfarrer. Der Festgottesdienst wurde durch die Trachtenkapelle D’Freudenseer mit der Waidlermesse mit Volksgesang musikalisch umrahmt.

Mit einem „Griaß eich Gott ole beinand“ begrüßte Gauvorstand Walter Söldner im Anschluss an den Festgottesdienst die Trachtler aus dem Dreiflüsse-Trachtengau, dem Bayrischen Waldgau, dem Niederbayerngau, dem Gau München und Umgebung, dem Rhein-Main-Gau, sowie aus Österreich und Kanada in Salzweg. „Schon lange sind die Vorbereitungen für das Gaufest gelaufen und wir haben uns alle auf dieses Fest gefreut. Die Salzweger haben sich viel Arbeit gemacht und alles bestens organisiert", lobte Söldner.

Söldner beglückwünschte in seinem Grußwort die Salzweger Trachtler zum 90. Gründungsjubiläum. Damals herrschte eine Aufbruchsstimmung und viele Trachtenvereine sind durchs Schuhplatteln gegründet worden. Heute sind die Trachtenvereine auch in den Bereichen Volkstanz, Volksmusik, Brauchtums- und Denkmalpflege tätig. Nun ist es die Aufgabe die nächsten Generationen für dieses Vermächtnis zu begeistern und es an unsere Jugend weiterzugeben.

Auch Landrat Franz Meyer zählte zu den vielen Gästen des Gautrachtenfestes. In seinem Grußwort überbrachte er die Grüße des Landkreises Passau und gratulierte den Gastgebern zum 90. Geburtstag. Er erinnerte, dass viele dazu beigetragen haben, den Trachtenverein in den letzten neun Jahrzehnten mit Leben zu erfüllen. Dabei haben sie auch ihre Heimattreue und Heimatliebe gezeigt, mit der unsere Tradition bewahrt werden, so Meyer.

Den Bayerischen Trachtenverband vertrat der stellvertretende Vorsitzende Erich Tahedl. „Die Tracht ist auch ein Zeichen der Zugehörigkeit zu den Vereinen, den Gauen, dem Bayerischen Trachtenverband und zu unserer bayrischen Heimat. Damit zeigen wir unsere Zusammengehörigkeit in Bayern und darüber hinaus“, so Tahedl.

Mit der Fahnenparade in der Salzweger Festhalle steuerte das Gautrachtenfest auf den zweiten Höhepunkt des Festsonntags zu und damit auf die Zielgerade. Unter den Klängen der Trachtenkapelle D’Freudenseer und der Blaskapelle Haiming wurden die Fahnenträger auf die Bühne gerufen und präsentierten dort die Vereinsfahne. Dabei wurden die beim Gautrachtenfest anwesenden Trachtenvereine vorgestellt. Mit den Hymnen von Bayern, Deutschland, Österreich und Kanada endete der offizielle Teil des Gaufestes.

Bereits am Samstagabend feierten die Salzweger Trachtler im Rahmen des Gauheimatabends ihren 90. Geburtstag. Den Startschuss gab die Tiroler Musikkapelle Haiming mit einem Standkonzert. "Endlich is‘s so weit, unser 90. Gründungsfest feiern mia heit", rief der Vorsitzende des Trachtenvereins Salzweg, Richard Schenk, aus. In den letzten Wochen haben sich die Salzweger Trachtler auf den Heimatabend beim Gautrachtenfest vorbereitet, damit sie sich den vielen Gästen präsentieren können. Von der Kindertanzgruppe, über die Jugend bis zu den Erwachsenen waren alle Tänzer und Plattler am Heimatabend beteiligt, genauso wie die Salzweger Stubenmusik, der Soizweger Zwoagsang und die Goaslschnalzer. Den Höhepunkt des Heimatabends bildete der Stern-Kronen-Tanz der Erwachsenen. Ebenso traten die Gautanzgruppe und die Gauplattlergruppe am Heimatabend auf.

„Der Trachtenverein Salzweg ist einer der bedeutendsten Vereine der Heimatpflege in der Gegend“, betonte Bürgermeister und Schirmherr Josef Putz. Deshalb habe er gerne die Schirmherrschaft übernommen. Die Pflege von Brauchtum und Volkstanz, des nieder-bayerischen Liedgutes und die Erhaltung der Tracht sei eine wertvolle Investition zur Bewahrung der heimischen Kultur, so der Bürgermeister in seinem Grußwort. Putz bedankte sich für die ehrenamtlichen Leistungen, besonders auch in der Jugendarbeit

Mit einem Volkstanz ging der erste Abend der Gautrachtenfestes zu Ende. Dazu spielten die Iglbacher Ziachmusi und die Gruam-Buam bis in den späten Samstagabend auf.

Christoph Hauzeneder, Gaupressewart
 

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